Swissfot feiert sein 10jähriges Bestehen Swissfot ist dieses Jahr zehn Jahre alt. 1998 von Otto Hegnauer gegründet und damals als Ressource für Lehrer und Schüler gedacht, entwickelte sich das Internet-Projekt inzwischen zum Kultur- und Werbeträger. Hegnauer studierte ursprünglich Geographie und war Lehrer, später Lehrmittelverleger und wurde schliesslich vom Migros-Konzern geholt, um Bildungsprobleme für die damals 80'000 Mitarbeiter in der Schweiz zu lösen, die um eine unbekannte Zahl von solchen im Ausland erweitert wurden. Die Probleme, die ihm von den zuständigen Ausbildungsleitern zugetragen wurden, liessen sich am besten mit Neuen Medien lösen. Es waren damals andere, heute teils wieder verschwundene Medien; das Internet bestand noch nicht. Der Konzern war so grosszügig, ihm die nötigen Mittel stets zur Verfügung zu stellen.
Das bekannteste Medium, das Hegnauer mit M.I.T und andern Firmen weiterentwickelte, war das wieder verschwundene VideoMit,. Es war als Schulungssytem gedacht und wurde vor allem bei Banken und bei großen Firmen eingesetzt. Man bearbeitete darauf Interaktive Videoprogramme mit kognitiven, affektiven und psychomotorischen Lerninhalten. Bei den letzteren wurde per Video instruiert, die Umsetzung geschah daneben am realen Produkt oder am Modell,
Natürlich konnte man brauchbare Software nicht ab der Stange kaufen, man musste sie selbst herstellen. So entstanden in der Küche Hegnauer u.a. hunderte Interaktiver Videoprogramme in mehreren Sprachen, und sie waren erfolgreich, die Lernziele wurden messbar erreicht. Die Leistungen von VideoMit wurden seitdem von keinem Medium mehr erreicht, schon gar nicht vom Internet.
Für Hegnauer bedeutete Motivation Alles, denn mit Begeisterung lassen sich Wunder entwickeln, und ohne - da läuft gar nichts. Da hielt er es mit Churchill: "Um die Welt zu ruinieren, genügt es, wenn jeder seine Pflicht tut...." Motivation war nach seiner Meinung durch "absolute" Realitätsnähe, durch überraschende Bildgrösse und -schärfe und überwältigende Tonqualität erreichbar. Man vergleiche nur die bei heutigen Youngs übliche "Musik"-Lautstärke !
Für den einstigen Filmer kam deshalb nur ein Fullscreen-Bild in Topqualität in Frage, da der Transfer der unscharfen, zeitungsähnlichen Mini-Bildchen nach seiner Meinung der Motivation abträglich waren und sich damit im besten Fall kognitive Inhalte übermitteln liessen. Doch nicht nur kognitive Lerninhalte jeder Art mussten zuverlässig und rasch verbreitet werden, auch affektive Lernziele (zB. Drogen- & Suchtprobleme, Abneigungen zB. gegen Kopftuchfrauen, Erzeugung von Eifer oder Übereifer, Abbau von Ängsten, Kunden- & Mitarbeiterbindung, Haltungen usf) waren "durch den Bauch" aufzunehmen und ihre Umsetzung wurde operationalisiert und gemessen.
Dafür wurden gleich Mess-Systeme mit entwickelt. Bei kognitiven und motorischen Lernzielen war das leicht, - "man kann es" oder "man kann es nicht", aber bei affektiven äusserst schwierig. Oder wie wollen Sie eine Errötung, ein Schmunzeln, ein Funkeln in den Augen, die Beschwingtheit des Ganges, der Druck der Hand, den Willen und die Entschlossenheit, Wünsche in die Tat umzusetzen, messen ? Langfristige Messkrücken können manchmal Umsatzentwicklung oder Mitarbeiterfluktuation hergeben. Aber um von einer demokratischen Manager-Konferenz ein grosses Budget bewilligt zu erhalten, sind kurzfristige und überzeugende Zahlen nötig ! Da dieses Arbeitsfeld besonders interessant war, liebten es die Hochschulprofessoren, ihre Studenten zu VideoMit ins Praktikum zu schicken.
Der Motivation diente auch die Entwicklung der Programme in zielgruppennahen Sprachen oder Dialekten. So war stets eine eingehende Zielgruppenanalyse selbstverständlich. Wenn etwa die Packer in einem Verteilbetrieb alle aus der gleichen sizilianischen Region kamen (weil offenkundig die ersten hier Eingestellten daheim von ihren guten Erfahrungen schwärmten und ihre Freunde nachzogen), wurden die für sie bestimmten Programme nicht in deutsch und nicht in italienisch produziert, sondern in ihrem sizilianischen Regionaldialekt. Die programmbeauftragte Übersetzerin reiste also nach Sizilien, studierte und schrieb ihr Werk vor Ort und holte von dort Sprecher ins Studio. Dabei mussten nicht nur der regionale Dialekt, sondern auch die soziolinguistischen Besonderheiten wie Alter, Bildungsstand, Sozialniveau oder Umgangssprache der Zielgruppe berücksichtigt werden.
Die meisten Zielgruppen waren jedoch "normale" aus bescheidenerem Bildungsnivau und aus der Deutschschweiz. Aufgrund von Analysen wurde erkannt, dass hier die übliche Mediensprache "Hochdeutsch" weniger ankam als "Schweizerdeutsch", weshalb alle Programme in schweizerdeutschen Mundarten produziert wurden. Dabei wurde auf eine regelmässige Abwechslung zwischen den Dialekten geachtet. Wichtige Hauptthemen wie "Hygiene" wurden zusätzlich in "Hochdeutsch" produziert, dies mit Rücksicht auf die Personen mit anderer Muttersprache. Dabei mussten natürlich die steigenden Kosten berücksichtigt werden, und jedes Programmbudget wurde vor Bewilligung einer Wirtschaftlichkeitsanalyse unterzogen.
Zur eingeforderten Qualität gehörte auch die Hardware. M.I.T hatte für betriebliche Ausbildungszwecke bereits einen Mikrocomputer entwickelt, der Video-U-matic-Bänder als Speicher benützte. Jedes Programm musste zwingend mit einem Filmteil beginnen, der für die thematische Einstimmung benützt wurde. Während der Film mit dem Ton von der einen Tonspur lief, wurden von der zweiten Tonspur die Daten für den Computer in den Arbeitsspeicher eingelesen. Nach dem anschliessenden Filmstopp erschienen am Bildschirm die Schriften, meistens mit den zu lösenden Aufgaben und weiteren Informationen. Nach Möglichkeit wurde die Erreichung des Lernziels nebst andern statistischen Angaben bereits gemessen. Zur Speicherung weiterer Informationen wurde dann wieder ein Filmteil abgespielt. Das System ermöglichte die Erreichung einer fernseh-ähnlichen Video-Qualität, im damaligen Projekt eine Grundvoraussetzung für genügende Akzeptanz, um schwierige affektive Lernziele zu erreichen.
Zur Bildung der Autoren, die unter anderem auch Flow-Chart-Technik und einige programmiertechnische Kenntnisse umfasste, wurden eigene Autorenkurse entwickelt, die eine Woche dauerten und sehr begehrt waren. Die Auswahl der Autoren-Kandidaten war komplex; es wurden Kandidaten aus verschiedenen Grundbereichen aufgenommen (Kinderbuchautoren, Pädagogik, Programmierung etc.). Jährlich wurden neue Grundkurse und für die bereits aktiven Autoren Weiterbildungskurse durchgeführt.
Anfänglich war der Gebrauch der Maus noch unbekannt oder unüblich. Die Bedienung war nur über die Tasten möglich, Touch Screening wurde vom Projekt aus abgelehnt. Die Tasten mussten gross und einfach sein, sie durften keine Sonderzeichen umfassen. Da Störungen und Abstürze Demotivation und Verzicht auf diese Lernform bedeuten würden, wurde rigorose Störsicherheit gefordert. Ausser der roten, so angeschriebenen "Stopp"-Taste (die für Notfälle vorgesehen war, ein Anhalten aller Funktionen bedeutete und das Zurückspulen des Videobandes und Abstellen des Systems beinhaltete), durfte keine Taste eine andere Funktion auslösen als die darauf angeschriebene. Zur Prüfung wurde zum Beispiel ein "Affengriff" genannter Missgriff auf mehrere Tasten, oder durch Handauflegen auf die meisten Tasten gleichzeitig angewendet. Dabei durfte nichts geschehen.
Eine Autoren-Weiterbildung galt zum Beispiel einem Usability-Test mit der Maus, bevor diese eingeführt wurde. Angst vor (den damals sehr störanfälligen) Computern war bei Neulingen zB. Verkäuferinnen weit verbreitet. An besagtem Kurs wurden zwei noch unbedarfte Verkäuferinnen in einen Beobachtungsraum der Universität Lausanne eingeladen. Sie waren im Raum allein, hatten auf ihrem Tisch einen VideoMit-Computer, eine U-matic-Programmkassette und eine Maus. Die Kursteilnehmer (Programmautoren) sassen in einem Hörsaal und beobachteten was geschah. Nach einigen Diskussionen entdeckten die beiden Verkäuferinnen aufgrund der aufgedruckten Anleitung, wie sie die U-matic-Kassette einführen mussten, was den ersten Film automatisch startete. In gleicher Weise wurde ihnen die Maus vorgestellt, und ohne irgendwelche persönliche Anleitung mussten die beiden Damen die Maus und ihre Bedienung kennen lernen. Dies gelang schliesslich, auch wenn in der echten Lernumgebung ein solches Vorkommnis völlig undenkbar war (beim Ersteinsatz musste immer ein ausgebildeter Vorgesetzter dabei sein).
Die Medienlandschaft entwickelte sich atemberaubend. Dabei war tägliches Lernen für die Projektleute angesagt. Es galt, das Ende der berühmten Kinderkrankheiten abzuwarten, sodass stets auf schon abgefahrene Züge aufgesprungen werden musste, da war Vorsicht angezeigt ! CD-ROM hatte sich entwickelt und wurde als Ablösung des Video-U-matic als Trägersystem ins Auge gefasst. Als Test wurde eine erste CD-ROM mit dem System DVI (Digital Video Interactive) entwickelt. Auf der CD fanden drei Programme Platz (Migros Basiswissen, Verhalten bei Brand und Hygiene Basiswissen), sie standen in vier anwählbaren Sprachen (schweizerdeutsch, hochdeutsch, französisch, italienisch) zur Verfügung, die Filme bildschirmfüllend in der Qualität "Near-TV". Leistungen, die im Internet heute noch nicht möglich sind ! Die Pilotproduktion war ein Grosserfolg und führte zur Einführung von CD-ROM als neues Trägersystem.
Leider konnte Hegnauer die weitere Entwicklung nicht mehr mitverfolgen, denn 1992 ging "Mister VideoMit" in Pension und siedelte sich in seiner Zweitheimat Haïti an. Er widmete sich nur noch dem Einsatz des Computers in der Bildung und vor allem dem jetzt aufkommenden Internet, dessen Programmierung er autodidaktisch erlernte. Er bedauerte nur, zu früh geboren zu sein, denn seine ehemaligen Berufsprobleme hätten sich mit dem neuen Medium leichter und viel billiger lösen lassen, mindestens auf dem kognitiven Sektor (fürs Affektives und Motivation hinkt das heutige Internet dem damaligen VideoMit immer noch weit hintennach).
Hegnauer hatte viel fotografiert, zum Beispiel die ganze Schweiz. Die Aufnahmen waren ursprünglich für seinen Unterricht bestimmt. Seine Vorliebe galt den Luftaufnahmen, die er selber schoss - den Steuerknüppel in der einen, den Fotoapparat in der andern Hand. Da er nichts ungelernt lassen wollte, entwickelte er auch die Farbaufnahmen selbst. Um bei seinem Umzug nach Haïti nicht das ganze Fotomaterial fortwerfen zu müssen,
scannte er einige tausend Bilder, um daraus eine Fotogalerie zusammenzustellen. Da dort der Strom und damit die übliche 5600-Grad-Kelvin-Beleuchtung zur Farbkontrolle fehlte und teils bei Kerzenlicht korrigiert werden musste, entstand bei vielen Bildern ein leichter Blaustich, der heute noch erkennbar ist.
Es war vor 10 Jahren. Aus Mr.VideoMit wurde ein Webmaster. In seiner Küche entstand das Bildungs- und Kulturportal "www.swissfot.ch". Es war ursprünglich als "Fotogalerie mit geographischen Aufnahmen zur Schweiz" gedacht. Die Bilder kommentierte er ausführlich - die Lektüre dieser Kommentare ist sogar ohne Bildwerk ein Genuss. Zuerst übersetzte er die Kommentare selber französisch und englisch, was jedoch mangelhaft ausfiel und nicht von allen geschätzt wurde. So musste man sich fortan mit Deutsch begnügen.
Im VideMit-Projekt hatte man die Programme für grosse Saaleinsätze zB. in Konferenzen oder bei Ausstellungen im Ausland mittels Beamer auf Grossleinwand projiziert. Hegnauer stellte sich vor, dass die damals in den Schulen üblichen Glasdias von Digitalfotos abgelöst würden, auch hier projiziert mit einem Beamer. Beamers blieben jedoch noch längere Zeit für Schulen unerschwinglich, sodass sich die Zielgruppe von Swissfot auf Schweiz-Fans verschob. Unvorhergesehen entwickelte sich eine grosse Anhängerschaft auch im Ausland, vor allem in den USA. Dies trotz des weitverbreiteten Vorurteils, die Amerikaner würden sich nicht anpassen und sprächen nur ungern deutsch... ein Vorurteil, das Hegnauer schon früher relativiert hatte: die damalige Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hatte ihn unter anderem auf eine deutschsprachige Vortragstournée auch in die U.S.A. geschickt. Er zeigte einen seiner Schweizer Filme und referierte dazu ... auf deutsch. Er war erstaunt über die vollen Säle und die anschliessenden interessierten, deutsch geführten Diskussionen.
Zurück zu Swissfot. Durch das Prinzip des unentgeltlichen Downloads der Bilder zu Schulzwecken und der kostenlosen, auch gewerblichen Verwendung unter Quellenangabe (www.swissfot.ch) sollten mehr Besucher gewonnen werden, was gelang. Mit dem Ziel einer besseren Besucherbindung lautete das Konzept, alle drei Monate (im Sommer mehr) einen Teil der Ausstellung auszuwechseln. Dieses Konzept hat sich bewährt und gilt heute noch. Zur Zeit läuft denn auch die 30. Ausstellung.
Die Prägung des Autors durch die VideoMit-Prinzipien ist noch heute überall erkennbar. Auch Swissfot musste für eher bescheiden ausgebildete, computerscheue und fremdsprachige Besucher(innen) leicht erlernbar, spannend und anregend sein. Swissfot wurde "banausengerecht", eine Website für "Newbies" und Computer-Anfänger. Das spiegelt sich etwa in den witzigen Zerrbildern oder in den grossen Tasten wider, die die Tasten des ehemaligen VideoMit-Gerätes abbilden ("Die Fleischer haben zu breite Finger", lautete ein Zitat von damals).
Das Angebot war ganz auf Schweizer Schulbedürfnisse ausgerichtet. So entstand auch eine komplette Sammlung aller Schweizer Gemeindewappen. Eine solche Sammlung bestand noch nirgends. Zu diesem Zwecke bereiste der Webmaster die ganze Schweiz und sammelte die Wappen vor Ort. Er ergänzte sie durch Karten-Umriss-Skizzen, die sich als Arbeitsblätter eignen sollten, und weitere Angaben. In gleichem Sinne wurden auch Wappensammlungen und Kartenskizzen aller Staaten erstellt. Die Wappensammlungen sind heute noch ein Hit, und zu Download und Weiterverwendung gilt auch hier das bereits Gesagte. Die Gemeindewappen werden denn auch häufig in Publikationen verwendet, und die Quellenangabe verhalf Swissfot zu weiteren Besuchern.
Schon 2000 schrieb Bildung Schweiz / Schweizerische Lehrerzeitung "Ein riesiger Bilderberg und eine Sammlung mit hervorragenden Links sind bei Adresse "www.swissfot.ch" abrufbar . Die selbsterklärte "Nonprofit-Galerie mit wechselnden Fotoausstellungen über die Schweiz für Schulen, Mediamacher, Touristen und sonstige Anwender" hat es in sich. Der Horizont von "Swissfot" endet nicht an der Landesgrenze. Die Links sind kaum mehr zu überbieten und können jeden Unterricht vor Langeweile bewahren. ..... Trotz des riesigen Angebotes ist Swissfot nutzerfreundlich gestaltet. Es kommt keine Angst auf, dass man im Internet plötzlich verloren geht oder das Beste verpasst. Denn es gibt Übersichten und Ordner, in denen die Themen zusammengefasst und die Links kurz beschrieben sind. SUPER ! ...."
Und 2004 schrieb Eck-it-services.ch ".... super, dass Du dich der Schweiz trotz der grossen Distanz mit grossem Einsatz widmest. Ich kenne keinen anderen der dies mit so viel Ehrgeiz und Freude an seinem eigenen grossen Internetprojekt macht. Und jede Minute dafür opfert, die Internet-Besucher mit neuesten News und Links zu informieren. Es ist Dein Lebenswerk, das für ewig im Internet publiziert werden sollte. Wer hat schon von sich aus alle Gemeinden in der Schweiz besucht und ihre Geschichten niedergeschrieben ..."
Alsdann zusammengetragen wurde eine Linksammlung in- und ausländischer Schulen, die über eine eigene Homepage verfügen, Sie waren als Motivationsanstoss und Kontaktplattform gedacht. Die erhoffte Zeit, dass die Schweizer Schulen das Internet entdeckten, verzögerte sich jedoch. Lange war Swissfot bereits online und hatte schon mehrere Foto-Ausstellungen publiziert, als erst ganz vereinzelte Lehrer auf privater Basis einen Computer betrieben. So erstaunte es nicht, dass sich die Zielgruppe weiter verschob.
Die Schul-Links sind inzwischen angewachsen und werden heute häufig verwendet. Es sind denn auch die Schulen selbst, die ihre neuen Hompages melden oder geänderte Adressen korrigieren. Dass solche Adressmeldungen aus der ganzen Welt kommen zeigt, dass Swissfot heute nicht nurmehr in der Schweiz genutzt und geschätzt wird. Allerdings sind natürlich solche Meldungen nicht mehr umfassend systematisch, sondern nur noch punktuell. Dies gilt weitgehend auch für die übrigen Links, die heute zu hundertausenden bestehen und alle Wissensgebiete umfassen. Swissfot nennt sich "Bildungs- und Kulturportal". Die Zielgruppe ist schwammig geworden - man könnte sagen, dass hier Jedermann/frau fündig wird. Diese Art von Zielgruppe war in der Ausbildungszeit verpönt, doch war die wirkliche Entwicklung stärker.
So war es fast unvermeidlich, dass auch Werber Swissfot entdeckten. Dank der Vielseitigkeit findet jeder Anbieter von Waren und Leistungen passende Seiten, auf denen sein Link noch stehen könnte. Da das Portal heute eher über zu viel Links verfügt, werden solche nur noch von Schulen, Bibliotheken und Museen kostenlos aufgenommen. Die übrigen Links werden vermarktet, verkauft oder vermietet. Swissfot ist zu einem Werbeträger geworden. Etwas Werbeeinnahmen sind als Spesenbeitrag ja auch nicht unwillkommen. Besonders da sich Swissfot auch in der karitativen Szene betätigt. So wurde SOS-Enfants Haïti mehrmals mit vierstelligen $-Beiträgen unterstützt.
In letzter Zeit sind auch Shops dazugekommen. Solche erwartet man heute in einem Internetangebot. Das "Swissfot-Einkaufscenter" zählt rund 500 Shops aus 24 Ländern, wiederum aus fast allen Gebieten und in vielen Sprachen. So kann von Spielen für die Kleinsten - etwa Ponyreiten und Zwergziegenstreicheln - bis zum 5tägigen Weltraumflug alles gepostet werden - auch Produkte eher zum Kichern wie die fernöstlichen Shops. Diese sind eher dem Lernbedarf des Machers und der Neugier zuzuschreiben. Ist es doch ein computergegebenes Abenteuer, in Sprachen zu programmieren, die man nicht lesen kann, und neue, interessante Kontakte ergeben sich alleweil.
Die Reaktionen sind immer interessant. So werden vor allem deutschsprachige Bücher gekauft, und zwar jeden Tag ! Das ist erstaunlich und gestattet auf andere Weise gewisse Blicke auf die Zielgruppe. Ausser dem Shopping-Bereich sowie den Panels, die in sechs Sprachen vorhanden sind, wurde nichts übersetzt. Die Homepages verfügen ja heute über eigene Sprachmenüs, sodass sich Übersetzungen erübrigen.
Swissfot führt interessante Statistiken, die für jeden Besucher anwählbar sind - zum Teil sogar online. Danach wird www.swissfot.ch durchschnittlich täglich von 5000 Personen besucht, die im Mittel eine halbe Stunde bleiben. An Spitzentagen waren es auch schon 10000 Besucher ! Diese kommen praktisch aus allen Ländern, mit Ausnahme einiger afrikanischer. Wünschen wir dem Swissfot-Bildungs- und Kulturportal 10 weitere, glückliche Jahre prosperierender Entwicklung und Otto Hegnauer weiterhin viel Energie und Phantasie !
www.swissfot.ch
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(14.6.2008)
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