Kolumnen von Otto Hegnauer


Landschule unter Blätterdach

Esmono News 1

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ESMONO beginnt die Löcher zu stopfen

Löcher Stopfen

Bildlegende: oben links die "Brücke" sichtbar, von hier muss der Sand "von Hand" von den Dörflern heruntergetragen werden in die Schlucht (rechts)

(ESMONO=Ecole Soleil sur les Montagnes Noires=Schule "Sonne über den Schwarzen Bergen"=Schule für Kokorat=Strassenkinder )

Koordinaten der Schule nach Google-Earth 18°29'57.04" N / 72°17'6.06" W

(ex "Schule unter dem Blätterdach")

(30. Juli 2012)

Ich beginne damit mit einer neuen, monatlich ergänzten Reihe, "Esmono News", die sich auf die Schule für Strassenkinder bezieht. Speziell für die Leser, die für Anderes bessere Quellen kennen, die gibt es nämlich auch. Das gestrige Thema war eins über Geister. Die ESMONO hat auch ihren Geist, es ist der Geist des Selber Machens.

Schon wieder haben die Grossen versagt. Diesmal die Industriellen, die man uns zugeführt hatte um zu helfen. Die Schulbuchofferten, Listen und Voranschläge verlangt und erhalten haben. Die uns Grosses versprochen und gar nichts gehalten haben. Die nicht einmal mehr Antwort geben auf meine Mails. Es kommt mir fast vor wie die Katastrophe und Haïti. Wo genauso sehr viel versprochen und wenig gehalten wurde. Wo die Presse und damit die ganze Welt kläglich belogen und betrogen wurde. Wo die Menschen grässlich verunglimpft und des Diebstahls bezichtigt wurden.

Nein, DIESE Menschen stehlen nicht. Nur die Weissen stehlen, immer noch. Verallgemeinern ist natürlich falsch, immer und überall. Es sind auch weisse Freunde, die uns helfen, immer mehr. Und ihre Versprechen einhalten. Mit der Hautfarbe hat dies nichts zu tun. Und diesen Freunden danke ich. Und bitte auch in Zukunft bei uns zu bleiben. Selbst wenn Nachrichten (man sagt neuerdings "News") nicht immer zum Schmunzeln sind.

Die Hiesigen die hoffen natürlich, und die freuen sich. Aber sie legen die Hände nicht in den Schoss und warten auf Spenden und Hilfe. Schrittweise kämpfen sie weiter. Mit der neuesten Spende, eine Antwort auf unseren Hilferuf - nochmals unser Dank - haben sie weiter gemacht. Die Schülerzahl wurde verdoppelt, es werden jetzt 100 Kokorat sein. Der Hausnutzungsvertrag wurde um ein weiteres, drittes Schuljahr verlängert. Ein Nachbargebäude konnte mit einbezogen werden, damit die Schule wachsen kann. Das versprochene Holz-Schulhaus bleibt immer noch containerverpackt in der Schweiz, da niemand den Transport bezahlen will. Der verlangt ja auch so viel Schweizer Fränkli, dass wir damit die ganzen Schulprobleme lösen könnten, wohl für zehn Jahre und für tausend Kokorat.

Indessen haben wir einen Camion Sand gekauft, der jetzt oben auf der Brücke die Strasse blockiert. Er wird von dort über die Fusswege von hilfsbereiten Dörflern auf den Schluchtgrund hinunter, zur Schule transportiert. Dort laufen schon die Vorbereitungen zur Fabrikation der "Blocs", wie man hier die luftgetrockneten Bausteine nennt. Dann werden die gähnenden Löcher geschlossen, und die Schule erhält einen abschliessbaren Büro- und Besprechungsraum. Die Lehrerinnen beginnen mit der Herstellung des Schulmaterials, sie werden dies nicht mehr ganz in Gratisfron leisten müssen. Von den Schülern wird künftig auch ein kleiner Obulus (100 Gourdes=ca.3 Euros/4 SFr/Monat) erbeten. Wir hoffen, dass das machbar ist.

Um die Schulbücher werden wir uns vor Septemberbeginn noch kümmern, was dank der neusten Spende knapp möglich wird. Bitte helft uns weiter, ESMONO gibt nicht auf! Mütter und Kinder kämpfen verbissen für ihre Schule, die In einem Monat wieder beginnt, das zweite Jahr.

Siehe auch:
Pisa-Studien (hier noch ein Wunschtraum)
Schulleistungen (weitere Wunschträume)

Die Blocs werden selber gemacht, Bänke zugetragen


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