Kolumnen von Otto Hegnauer


Von Bierbrauern, Stargrafikern und Staatsanwälten

von Otto Hegnauer
(28. Juni 2012)

Signet SJT

Meine Geschichte ist wie immer spannend gemischt. Sie beginnt mit dem Jugend-Tierschutz, den ich in der Schweiz mit 14 Jahren gegründet hatte, der dann dank einem edlen Bierbrauer gross und stark wurde und schliesslich obiges Logo des weltbekannten Stargrafikers Celestino Piatti kassierte. Das alles ist nachzulesen in meinem Buch Von der Leseratte zum Erlebnisdrachen, falls sich überhaupt jemand interessiert (die Tantiemen kommen - wie die all meiner Bücher - Strassenkindern und Erdbebenopfern von Haïti zugut).

Die Geschichte geht weiter, das Leben lang und mehr. Eine Station waren zigarrerauchende, dominikanische Sexgirls und Google-Vögte, denn drüben auf der Insel machte ich mich über wandfüllende, gläserne Leuchtreklamen mit Nackedeien lustig, die Zigarren zwischen ihren Lippen verbissen und dazu viel Schenkel vorzeigten. Eigentlich war das eine Persiflage auf die Zigarrenreklame, die Vögte aber erkannten das nicht sondern rankten mich gleich ein paar Stufen zurück, denn das sei Reklame FÜR Zigarren und die sei verboten.

Und so zitterte es auf der Insel weiter. Ich sag es ja immer, da ist echt allerhand los.

Aber dann schüttelte es. Auch mein Reich taumelte zusammen. Ich traumelte auch, aber ich überlebte, und aus Dankbarkeit beschloss ich, mich fortan von Geld und Einkünften loszusagen. Das in der Schweiz überliess ich meiner dortigen Familie, die Altersversicherung der hiesigen Familie Melissas, die mich dafür fortan aushalten wird, und der Schule für Strassenkinder, die wir alsbald gründeten.

Ein lieber Leser aus Deutschland spendete mir eine grössere Summe, die aber stahl gleich ein Hotelturmbesitzer in Santo Domingo, ein anderer Deutscher, der es offenbar nötiger hatte. Er fährt ja Hummer, und das kostet. Da reichen die Einkünfte aus einem Hotelturm nicht ganz aus. Ich kämpfte mit Hilfe deutscher Anwälte, aber der dominikanische Staatsanwalt entschied, ich sei nicht klageberechtigt, da ich ja noch mitnichten Besitzer der Summe sei ...

Auf der Flucht wurden wir ausserdem des Restes beraubt, inkl. der Dokumente. Es geschah in Paris. Für Details muss ich schon wieder auf ein Buch verweisen, diesmal auf Alma Zombie. Nach einem Auftritt am deutschen Fernsehen zog es mich so rasch wie möglich wieder zurück auf die Insel. Hier gründeten wir eine unentgeltliche Schule für Kinder, die das Geld zum Schulbesuch nicht aufbringen aber auch gerne lesen und schreiben lernen würden.

Für die Schule für Strassenkinder arbeiten schon ein Jahr lang vier Lehrerinnen, gleichfalls ohne jeden Lohn. Eine Internetfirma spendete die Schulbücher. Da der Regen mit eintrat, wurden die und weitere Lehrmittel aber zerstört. Hexeneinmaleins und Zauberkünste aus dem "Urwald" halfen nichts, die freundliche Internetfirma hat jetzt neue versprochen. Das ist wohl besser.

Löcher

Löcher

Und wieder tritt ein Bierbrauer auf den Plan. Er hat versprochen, Abhilfe zu schaffen, die flutigen Löcher mit Glasbausteinen zu stopfen (da sie zugleich als Lichtfenster dienen) und weiter zu helfen. Fehlt nur, dass wir von den Google-Vögten vor diesmal bierigem Eifer wieder zurückgestuft werden ...

Hegnauermarken

Wir sammeln Spenden für Strassenkinder. Dass diesen jeder Cent zugute kommt, verbürgen

Prof. Dr. Angela Knauer, Dirk Knauer, Melissa Charles und Otto Hegnauer. Danke!

Mystal C.Melise Kto.1711038636 Sogebank Truitiers Haiti SWIFT SOGHHTPP

mit Sternen gepflastert

(siehe auch :
Das erfolgreiche Kleinkassenwesen in Haïti (Bericht 1. Halbjahr)
Das Lied des Nachtwächters (Wiederholung)
Erklärungen dazu (Spiel mit Tönen)
Meine sonstigen Kolumnen)


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