Kolumnen von Otto Hegnauer


Löcher stopfen

von Otto Hegnauer (Zitate erlaubt unter Quellenangabe "www.swissfot.ch")

(7. Aug. 2012)

Flickmaterial wird hinunter in die Schlucht getragen

Dass ESMONO einen Wassereinbruch erlitt, fast wie ich seinerzeit in der Höhle, und dass in der Folge Bücher, selbstgemalte Schulwandbilder und andere Lehrmaterialien "in die Sümpfe gingen", das hast du ja gelesen. Und die Löcher oben in den Mauern gesehen, die nicht nur wie erwünscht Licht und Luft einliessen, sondern eben auch Wasser in Mengen, wie es sie sekundenschnell nur in den Schwarzen Bergen gibt, du hast unseren Hilfeschrei gelesen. Es ging nicht lange, bis er bei den lieben Lesern angekommen ist, und in den letzten Tagen haben uns auch verschiedene Freunde Hilfsscherflein geschickt. Etwas war auch noch im Kässeli, von den Schweizer Vereinsversuchen her. Wir sagen allen Spendern ganz herzlichen Dank!

Flickmaterial wird hinunter getragen, Blockformen werden abgefüllt

Noch sind die Kokorat, die Strassenknirpse in den "Ferien", und schon haben wir Zement und Sand gekauft und zugetragen, und die "hausgemachten Maurer" (es gibt hier nur solche, sie nennen sich natürlich gelernt" und "Profi") sind schon an der Arbeit. Die beginnt jetzt zu kosten, aber die "Löhne" sind bescheiden, und so gibt es ein bisschen "bezahlte" Arbeit in das Dörfchen. Sonst gibt es nämlich hier oben keine solche.

Blocs werden an Ort und Stelle gegossen

Ausser dem Stopfen der Mauerlöcher, die auf den obigen Fotos hoffentlich zum letztenmal sichtbar sind, ist der Bau einer Toilette und eines Raums für die Schulleitung vorgesehen, wo Besprechungen mit Eltern stattfinden und Bücher verschlossen aufbewahrt werden können. Die erforderlichen Bausteine werden, wie in Haiti üblich, selber gemacht. Eine Metallform wird mit dem nassen Zement-Sand-Brei gefüllt und dann auf einem Dach luftgetrocknet.

Maurerarbeiten; Sand und Zement sind im Schulzimmer vor dem täglichen Regen geschützt

Für die vorgesehene Verdoppelung der Schülerzahl auf 100 und den Einbezug des auf drei Jahre vertraglich zugesicherten Nachbargebäudes sind einige Bauarbeiten erforderlich. Auf dem Dach wird eine Toilette gebaut, um Gefälls- und Belixchtungsprobleme besser zu lösen. Die Zeit ist knapp, denn Anfang September ist Schulbeginn. Und vorher sind noch die Bücher zu kaufen, die zu finanzieren ein Industrieller eigentlich versprochen hatte. Aber wie ich schon schrieb, werden an ihn gesandte e-Mails nicht mehr beantwortet. Das Kässeli wird leer sein, aber NOCH müssen die Bücher gekauft werden. Wir hoffen natürlich, dass der eine oder andere unserer Freunde und Leser der Strassenkinder-Schule weiterhin helfen wird. Nachdem die Mauerlöcher gestopft sind, gilt es die Löcher in der Kasse zu stopfen.

Hier entsteht eine Toilette auf dem Dach, Bänke werden zugetragen

Lesen öffnet Märchen und Wunder. Märchen und Wunder, die man nicht selber erlebt, wie diese Schule hier. Die doch ein erlebtes Märchen und Wunder ist. Hilf mit, für diese Schule zu spenden. Damit die Strassenkinder auch einmal lesen können. Die Garanten:

Prof. Dr. Angela Knauer, Dirk Knauer, Melissa Charles und Otto Hegnauer. Danke!

Mystal C. Melise Kto.1711038636 Sogebank Truitiers Haiti SWIFT SOGHHTPP

(siehe auch:
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