Kolumnen von Otto Hegnauer


Juaye Pak heisst Frohe Ostern!

Nach den Osterhasen hoppeln die Shorleys

Und kein Aprilscherz: sie haben mich eingenagelt!!!

Otto Hegnauer

(31. Mrz 2013)

neues Signet

Ist denn der Osterhas in die ESMONO zur Schule gegangen, dass er so gut erzogen ist? Denn ganz genau wusste er, was sich an Ostern gehört, und er hat auch mir und dir ein buntes Ei gelegt. Oder war es der Oster-Güggel (sd. für "Huhn)"? Hauptsache, das bunte Osterei, das musst du nicht lange suchen. Es hat das alte Swissfot-Logo, das seit 20 Jahren an der oberen linken Seitenecke klebt, überall ersetzt. Das passt, denn Swissfot hatte ja in der Schweiz auch viel mit "Schule" zu tun. Das ESMONO-Signet kennst Du seit zwei Jahren, es spricht für sich und ist also nicht erklärungsbedürftig. Ein Kind von da oben, die Olmyda oder Mitou, hat es geschaffen, und die Welt hat es kopiert. Zu hunderten begegnet es Dir auf den Schulseiten der Welt. Und Grafiker der ganzen Welt haben das eine oder andere Pixel verbessert, und ich habe es zurückgestohlen. Es darf jetzt mindestens 100 Tage bleiben. Bravo kleine Mitou!

So feiern sie Ostern

Scherlein die kamen noch statt des Holzschulhauses mit dem letzten Container, zu hunderten, und jetzt waren die begehrt. Für jeden Schüler war ein Osternestchen vorgesehen, macht runde hundert.

So feiern sie Ostern

"Hähnchen im Korb" und "Ei-chen unter dem Pinsel", die Haïtis sind ein Sänger-, Lacher- und Malervolk

So feiern sie Ostern

Nicht jedem gefallen die Worte, die beim Zeugnis verteilen fallen. Aber die Eier im Papierkörbchen werden mit verteilt, und die gefallen, besonders wenn sie vom Gockelhahn gelegt wurden.

So feiern sie Ostern

NOCH besser gefallen Shorley und Schweizer Süssmost aus dem Hinterthurgau, da kann man nur noch haïtisch klatschen dazu. Wie meinen es doch unsere Gönnerfreunde gut mit uns, die aus der Schweiz und die aus Santo Domingo!

So feiern sie Ostern

Da stellt sich Gross und Klein in der ESMONO ein, sogar das Osterhuhn stolpert fast über die Schwelle. Es wird echt neugierig, und wohl auch eifersüchtig ob der Mal- und Gackerkonkurrenz.

So feiern sie Ostern

Ich will auch, ich will auch - keine Angst, niemand wird ausgelassen, das Osterhuhn kann Wasser trinken. Osterhühner sind gefeit vor Cholera. Gut ist das Huhn kein Hahn, sonst würde es noch einen Hahnenkampf absetzen. Denn die sind hier berüchtigt und berühmt.

So feiern sie Ostern

Und während der Osternächte wogen unvorstellbar kraftvoll die Raras vorbei, riesige Umzüge mit zuerst hunderten und bald tausenden von Menschen, unter Begleitung Gedudel, Gerassel, Gepauke und Getrommel von Lärminstrumenten, Vaksen, Muscheln, Posaunen und Hörnern. Die Umzüge werden immer grösser, während sie die ganzen Nächte durch weiter wandern, über alle Gräte und durch alle Gässchen. Sie umfassen zuletzt Heerscharen von tänzelnden und gleichzeitig lärmenden Fans und sind am ehesten mit unserer Fasnacht vergleichbar. Und so tönt es, nächtelang zwischen den Flühen um Lakou-mango:

Rara tuns ums Haus

Rara 1

Rara 2

Rara 3

Und es wird immer wütender und wilder ums Haus, und ich kann nicht mehr aufhören zu schreiben. Zuerst eine Erklärung im Telegramm-Stil: noch liegt das Peristyl der Houngans (Priester-Zauberer) gut versteckt unter dem Blätterdach im Hinterhof; die Fahnen zeigen was los ist, aber nur für Eingeweihte. Das bin ich nicht. Einen späteren Zusatzlaken kann ich schon nicht mehr konterfeien da ich bereits eingenagelt bin (siehe später). Die Züglein nähern sich bedrohlich. Ich knipse drauflos, so lang es noch geht. In den Reliquienkoffern (ich habe den Namen vergessen, oder ist er weggezaubert???) tragen sie Seelen oder Teile von Verstorbenen, Zombies. Vaksen, Tuten und Posaunen hornen ums Haus, und neuerdings ist auch noch ein megaphonartiger Schulterlautsprecher dazu gekommen- man wird modern! Sie haben ausgiebig Tranksame und andere Opfergaben dabei, in Kesseln und Körben, heute dürfen die Houngans doch nicht hungern. Die Glücklichen sind am Ziel, die weniger Glücklichen fanden keinen Platz und müssen auf der anderen Seite bleiben, rund ums Haus. Indessen sind meine Freunde und Gastgeber - sie sind Christen und hassen das Teufelszeug - runter in die Kirche geeilt und lassen mich allein im Trubel. Was schlimmer ist, ich möchte aufs Dach und weitere, sensationelle Aufnahmen knipsen, für euch, liebe Leser. Jetzt wird es am besten: sie haben mich eingenagelt, dass ich nicht raus kann und nicht gekidnappt werde, sie sind alle in der Kirche und beten, und niemand hilft mir ... lach nur!

Aber alles hat auch seinen Vorteil. Der ist jetzt, dass ich endlich ruhen kann, WENN ich kann. Heut sind die Wünsche fromm ...

Eine liebe Leserin schickt mir noch einen derb-lustigen und gemein-nützlichen Link, den möchte ich dir nicht vorenthalten. Aber achtung, es ist nicht nur derb, es stinkt ... Wenn dir Gestank zuwider ist, dann streck doch für einen Augenblick den Rüssel weg. Übrigens: das ist kein Aprilscherz! Und sonst: lach gut!

Aber, was ist das Allerschönste an Ostern? Dass jetzt zwei Wochen Ferien beginnen, das ist auch in der ESMONO nicht anders! Juaye Pak, heisst frohe Ostern!

FILM Otto Hegnauer zum Projekt


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