Kommentare mit Publikationsrecht  erbeten

Sie wüteten, töteten 793 Menschen und nahmen 200'000 Schülern das Dach
die Wirbelstürme Gustav, Hanna und Ike. Das war im August und September 2008.

von Otto Hegnauer
(8.3.2009)

(auch publiziert am 8.3.2009 in http://www.presse-kostenlos.de/kommentar-und-kolumne/wueteten-toeteten-menschen-nahmen-schuelern-dach_2929304.htm &
http://www.hispaniolanews.de/joomla/index.php?option=com_joomlaboard&Itemid=38&func=view&id=6674&catid=6)

Schule für Kinder und Erwachsene

SOS Schule

Jetzt, ein halbes Jahr nachher, spendet die Weltbank 5 Mio. US$ für den Wiederaufbau der nahezu 1000 durch die Wirbelstürme Gustav, Hanna und Ike zerstörten Schulen. Das Projekt soll zugleich Grundlage für die Überarbeitung des haïtianischen Schuldesigns werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass Schulhäuser in Zeiten von Krisen auch als Schutzräume Verwendung finden können. Der Sachschaden durch die Hurrikans wird auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt, die landwirtschaftlichen Verluste nicht inbegriffen. Die drei Stürme töteten 793 Menschen.

Auch ohne diese neuen Schäden konnten in Haïti 500'000 Kinder keine Schule besuchen, weil es keine in der Nähe gibt, oder weil es zu teuer ist. Neun von zehn Kindern können weder lesen noch schreiben. Die UNICEF hilft in gewissen Regionen und Slums, einen guten Unterricht für ein paar tausend benachteiligte Kinder sicherzustellen. Das genügt bei weitem nicht, aber es ist besser als gar nichts. Viele Staaten spenden da und dort ein Schulhaus, gewöhnlich mit einer täglichen Suppe, die Schweiz und die USA auch hier in Gressier. Schauspielerinnen wie Alissa Jung und Janine Reinhardt oder Musiker wie Wyclef Jean setzen sich für die Kinder von Haïti ein. Nichtregierungs-Organisationen gründen ebenfalls Schulen, wie "Unsere kleinen Brüder und Schwestern", die im nächsten Jahr in den Slums von Pétionville eine Schule für etwa 500 "Cocorats" ( Straßenkinder ) eröffnen wollen. In Deutschland läuft die Aktion "Schulen für Haïti", die mit Basaren oder Theaterstücken Spenden für die haïtianischen Schulen sammelt. Hilfsprojekte laufen auf der ganzen Welt, das Problem ist bekannt geworden.

Schulprojekte sind in diesem Lande etwas vom dringendsten. Regierung und das internationale Heer von Blauhelmen haben andere Prioritäten: Wahrung von Frieden und Sicherheit, Bekämpfung der Kriminalität, politische Beruhigung, Aufbau der wichtigsten Strassen. Das sind Voraussetzungen für jede weitere Entwicklung. Ohne eine bessere Landesversorgung vor allem auch mit elektrischer Energie, wirtschaftlichen Aufbau und Schaffung von Arbeitsplätzen können Hunger und Armut nicht bekämpft werden. Die Regierung ist mit den Riesen-Aufgaben völlig überfordert und im Bildungswesen wie auch in anderen Projekten auf die Initiative von Dritten angewiesen.

( siehe auch
Hurrikane
Bildung
Sie können nicht schreiben
Andere Artikel

Es gibt Leserreaktionen )


Regional picture catalogue/Katalog vorhandener Fotogalerienimage map with picture regions/Anclickkarte mit Aufnahmeregionenlocal arms of the area/Gemeindewappen der Regionandere Artikel von Otto Hegnauer

 

Leserreaktionen willkommen
( Bildecke oben links anklicken )

Unsere Schule, das COLLEGE SUISSE, das Du in der Photo zeigst (in "Bildung Haiti", Red.Bemerkung), ist leider schwer havariert. Ich habe überall Hilfe gesucht aber noch nicht genügend gefunden. Vielleicht kannst Du unseren Hilfeschrei in die Schweiz weiterleiten ( Gottfried Krauchi, Schulleiter COLLEGE SUISSE, Jacmel) (für Kontakt bitte anklicken )